SCC / SCP

INFO zu SCC und SCP (Sicherheitsmanagement)

Was versteht man unter „SCC / SCP“?
Das SCC stellt ein Sicherheits-Management-System für den Arbeitsschutz unter der Berücksichtigung
von relevanten Gesundheits- und Umweltschutzaspekten dar. Das SCC ist für Unternehmen,
die Groß- oder Kleinbaustellen oder sonstige Dienstleistungen auf dem Gelände eines Kunden im
Rahmen von Werksverträgen abwickeln.

Das SCP stellt ein Sicherheits-Management-System für Personaldienstleister
unter der Berücksichtigung von relevanten Gesundheits- und Umweltschutzaspekten  dar,
die auf dem Gelände eines Kunden im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung nach dem
AÜG tätig werden.

Warum fordern die Großkunden dieses SCC / SCP?
Für die Abwicklung von Projekten, die ja ausnahmslos
an Kontraktoren bzw. Personaldienstleister vergeben werden, ist die Einhaltung aller Gesichtspunkte von Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (SGU) ein wichtiger Aspekt. Der Auftraggeber ist verantwortlich für den reibungslosen
Ablauf der Projekte unter strikter Einhaltung dieser Aspekte. In zurückliegender Zeit haben deshalb viele Auftraggeber “ihre” Kontraktoren bzw. Personaldienstleister nach einem eigenen System bewertet.

Das hatte zur Folge, dass ein Auftragnehmer sich bei verschiedenen Auftraggebern einer ähnlichen
Prozedur mit verschiedenen Fragelisten oder Selbstbewertungen unterziehen musste, um weiterhin
ein Geschäftspartner zu bleiben. Dies brachte natürlich einen enormen Zeitaufwand sowohl für die
Auftragnehmer als auch für die Auftraggeber mit sich.

Was ist erforderlich für die Erlangung eines Zertifikates?
Das Unternehmen muss ein Managementsystem für Arbeitssicherheit, Gesundheits- und
Umweltschutz auf der Basis der SCC-Checkliste in seinem Unternehmen installieren.
Das bedeutet:

  • Festlegung entsprechender Prioritäten und Ziele für das Unternehmen
  • Planung der entsprechenden Jahresaktivitäten

Organisation der Arbeitssicherheit, des Gesundheits- und Umweltschutzes durch:

  • Ermittlung und Bewertung der Risiken am Arbeitsplatzes
    und erforderliche Schutzmaßnahmen
  • Zielgerichtete Auswahl von Personal, Betriebsmittel und Schutzeinrichtungen
    entsprechend den Anforderungen
  • Festlegen von Aufgaben für die Führungskräfte
  • Schulungen und Unterweisungen von Führungskräften und Personal
  • Meldung, Erfassung und Untersuchung von Unfällen und Vorfällen
  • Regelmäßige Prüfung von Betriebsmitteln und -einrichtungen
  • Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
  • Planmäßige Inspektionen von Arbeitsbereichen durch das Management und Vorgesetzte
  • Vorbereitung auf Notsituationen
  • Dokumentation der Aktivitäten

Die Anforderungen in der Übersicht: Stand der Normen Version 2011
(Stand mit Version 2006 in Klammern)

Achtung:

  1. Unternehmen, die weniger als 35 Mitarbeiter beschäftigen, jedoch Subunternehmer
    (Werkvertrag) für technische Dienstleistungen einsetzten, benötigen das SCC**!
  2. Hat eine Firma als „juristische Einheit, z.B. GmbH oder KG“ mehr als 35 Mitarbeiter,
    ist grundsätzlich nach SCC** zu zertifizieren, auch wenn nur Niederlassungen oder
    organisatorische Einheiten dieses Unternehmens mit weniger als
    35 Mitarbeitern zertifiziert werden sollen!

Neu ist die Möglichkeit der uneingeschränkten Zertifizierung für Tätigkeiten in der „Petrochemie“,
die eine Verschärfung bei der Anzahl der Pflichtfragen bedeutet bei gleicher Anzahl der Gesamtfragen
wie bei SCC**. Die Anforderungen SCC**:2011 und SCCP:2011 als Vergleich

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Bild Tanklager:
Kurt Michel  / pixelio.de