Druckgeräterichtlinie DGRL

INFO zur Bedeutung der Druckgeräte- Richtlinie DGRL 2014/68/EU (Alt: 97/23/EG)

Neuerungen bei der Druckgeräterichtlinie

Am 17. Juli.2014 ist die neue Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU in Kraft getreten.
Sie regelt Konstruktion und Bau von Druckbehältern, Kesseln, Rohrleitungen usw.'
Die meisten Änderungen zur „alten“ Druckgeräterichtlinie 97/23/EG sind eher formaler Natur
und betreffen Begrifflichkeiten und redaktionelle Anpassungen.

Die gute Nachricht vorab: Die technischen Inhalte der Druckgeräterichtlinie werden sich nicht ändern,
dennoch sollten Hersteller und Importeure um einige Änderungen wissen.
Die wichtigsten Fakten zur 2014/68/EU im Überblick:

  1. Es ergeben sich nur geringfügig geänderte Anforderungen, da sich die technischen Inhalte
    der Druckgeräterichtlinie nicht geändert haben
    . Daher bleibt auch das Konformitätsverfahren
    für Druckgeräte weitestgehend wie gehabt (z. B. ändert sich die Bezeichnung A1 in A2 für die
    interne Fertigungskontrolle mit Fremdüberwachung).
  2. Harmonisierte Normen gelten wie unter der alten Richtlinie DGRL (PED) 97/23/EG weiter.
  3. Alle bereits unter DGRL (PED) 97/23/EG ausgestellten Zertifikate behalten ihre Gültigkeit.
  4. Neue Zertifikate gemäß 2014/68/EU dürfen erst ab dem Stichtag 19.07.2016 ausgestellt und
    Produkte mit einer EU-Konformitätserklärung dem Markt zur Verfügung gestellt werden.
  5. Die Umstellung der Druckgeräterichtlinie erfolgt zum 19. Juli 2016 mit einer Ausnahme:
    Der Artikel 13 der Richtlinie („Einstufung von Druckgeräten“) ist bereits ab 1. Juni 2015 umzusetzen.
  6. Neu: Risikobeurteilung statt Gefahrenanalyse: Für den Laien kaum nachvollziehbar ist, was
    die beiden Begriffe Risikobeurteilung und Gefahrenanalyse unterscheiden soll.
    Bisher wurde in der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG eine Risikobeurteilung,
    in der „alten“ Richtlinie für Druckgeräte 97/23/EG jedoch eine Gefahrenanalyse gefordert.
    Mit der neuen Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU wird diese Begrifflichkeit vereinheitlicht.
    Nicht zu verwechseln sind die Begriffe Gefahrenanalyse / Risikobeurteilung mit dem Begriff
    Gefährdungsbeurteilung“. Dieser entstammt dem Arbeitsschutzrecht und bezieht sich nicht
    auf den Hersteller einer Maschine, sondern richtet sich an den Arbeitgeber.

Zu treffende Maßnahmen und Modulenauswahl zur Berücksichtigung / Implementierung der Forderungen der DGRL 2014/68/EU

Maßnahmen und Modulenauswahl

Zertifizierung nach Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU

dgrl2016-2

Hier kann diese Firma im Bereich der Druckgeräterichtlinie auch folgende zusätzliche Zertifizierungen anstreben:

Zertifikat nach DIN EN ISO 9001

Zertifikat nach Richtlinie 2014/68/EU- Modul D1 bzw. E1 (Qualitätssicherung Produkt) oder

Zertifikat nach Richtlinie 2014/68/EU- Modul D bzw. E (Qualitätssicherung Produktion) oder

Zertifikat nach Richtlinie 2014/68/EU- Modul H1 bzw. H (Umfassende Qualitätssicherung) und

Zertifikat nach Regelwerk AD2000- HP 0 / HP 100 R für das Herstellen und Prüfen,
           wenn die Firma im Bereich der Druckgeräterichtlinie auch schweißtechnisch tätig ist.

Im Bereich der Schweißtechnik kann man zusätzlich anstreben:

Zertifikat nach DIN EN ISO 3834- Teil 2 (umfassende schweißtechnische Qualitätsanforderungen) oder

Zertifikat nach DIN EN ISO 3834- Teil 3 (standardmäßige schweißtechnische Qualitätsanforderungen)

Unser Leistungsumfang gewährleistet auch bei diesen speziellen Qualitätsnormen eine richtlinienkonforme Umsetzung der Anforderungen und die anschließende Zertifizierung.

Dokumentationserstellung aufgrund von Gefährdungs- und Risikoanalysen

Sollte neben den eingangs beschriebenen Zertifizierungen auch eine entsprechende Gefährdungs- und Risikoanalyse gemäß den Anforderungen der Druckgeräte-Richtlinie 2014/68/EU für die jeweils erforderliche Kategorie I, II, III oder IV erforderlich sein, so sind wir auch hier aufgrund des großen Erfahrungshintergrundes in der Lage, die gesamte „Technische Dokumentation“ zu erstellen.

Wir arbeiten für Sie aus:

Erstellung der Gefahren- und Risikoanalyse unter Berücksichtigung z.B. von:

Anhang I der 2014/68/EU: Grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen

AD2000-Merkblatt Z1: Leitfaden zur Erfüllung der grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen
der DGRL für Druckbehälter, Rohrleitungen, Ausrüstungsteile

AD2000-Merkblatt Z2: Leitfaden für die Durchführung einer Gefahrenanalyse

DIN EN 12100: Sicherheit von Maschinen, Allgemeine Gestaltungsleitsätze, Risikobeurteilung
und Risikominimierung

DIN EN 13445-1 bis 6: Unbefeuerte Druckbehälter

DIN EN 13480-1 bis 5: Rohrleitungen

weiteren außerdem geltenden Richtlinien, z. B. für Maschinen, Niederspannung, Lärm,
Einstufung gefährlicher Stoffe, Explosionsschutz usw.

Überarbeiten der Betriebs-/Bedienungsanleitung der Maschine

Überarbeiten der Funktions- und Wartungsbeschreibungen
der Maschine als Bestandteil der Bedienungsanleitung der Maschine

Erstellung der EU-Konformitätserklärung oder EU-Hersteller-/Einbauerklärung
unter Berücksichtigung aller geltenden europäischen Richtlinien sowie der
mitgeltenden harmonisierten und nationalen Normen.