Brandmeldung und Sprachalarm nach DIN 14675

INFO zur Zertifizierung im Bereich Brandmelde- und Sprachanlagen nach DIN 14675

Die Anforderungen der aktualisierten DIN 14675 an den Fachbetrieb:

Alle Unternehmen, die sich mit der

  • Planung,
  • Errichtung,
  • Abnahme oder
  • Instandhaltung

von Brandmeldeanlagen (BMA) und, mit Ablauf der Übergangsfrist zum 31.09.2013,
auch mit Sprachalarmanlagen (SAA) beschäftigen, müssen für die einzelnen Phasen
der Norm eine entsprechende Zulassung vorweisen können.

Auch nach der Novellierung der DIN 14675:2012-04, anerkannte Regel der Technik,
wird weiterhin eine Unternehmenszertifizierung für Facherrichter und Ingenieurbüros
gefordert (Punkt 4.2.1 in der DIN 14675).

Wichtige Voraussetzung jedoch ist zunächst ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem
gemäß DIN EN ISO 9001. Ziel der Norm DIN 14675 ist es, diesen für die Bestandteile/Geräte/
Komponenten von Brandmelde- und Sprachsystemen erreichten hohen Qualitätsstandard auch
für die gesamte Brandmeldeanlage / Sprachalarmanlage einschließlich der für den Aufbau und
Betrieb notwendigen Dienstleistungen konsequent weiterzuführen.

Mit dem in dieser Norm geforderten Nachweis der Kompetenz der beteiligten Fachfirmen für das
Planen, Errichten, Abnehmen sowie Instandhalten wird den hohen Qualitätsanforderungen
Rechnung getragen, die erforderlich sind, da solche Anlagen immer häufiger zur Erreichung
des bauordnungsrechtlich geforderten Schutzniveaus eines Gebäudes eingesetzt werden.

Wer führt die Zertifizierung durch ?

  • DQS GmbH, August-Schanz-Strasse 21; 60433 Frankfurt am Main
  • LGA InterCert Zertifizierungsgesellschaft mbH, Tillystraße 2; 90431 Nürnberg
  • TÜV Hessen, Am Römerhof 15; D-60486 Frankfurt am Main
  • TÜV Rheinland Industrie Service GmbH, Friedrich-Engels-Allee 346; D-42283 Wuppertal
  • TÜV SÜD Industrie Service GmbH, Ridlerstrassse 65; 80686 München
  • TÜV Thüringen e.V. Zertifizierungsstelle f. Brandmeldeanlagen, Melchendorfer Str. 64; 99096 Erfurt
  • VdS Schadenverhütung GmbH, Amsterdamer Straße 174; D-50735 Köln
  • ZDH-Zert GmbH, Ennemoserstr. 10; 53119 Bonn.

(ohne Gewähr der Vollständigkeit)

Welche Voraussetzungen müssen für die Zertifizierung als Planer erfüllt sein?

Nach DIN 14675; Tabelle E.1 müssen Ingenieurbüros als Planer den Nachweis über ihre Kompetenz für die Phasen
 Planung und Projektierung von Brandmeldeanlagen / Sprachalarmanlagen erbringen.
Weiter fordern Feuerwehren in Ihren technischen Anschlussbedingungen (TAB), Versicherungen, Behörden und
immer mehr Auftraggeber die Zertifizierungen nach DIN 14675 "Brandmeldeanlagen / Sprachalarmierung“ und
die ISO 9001 „QM“.

Es müssen unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Qualifikationsnachweis der hauptverantwortlichen Fachkraft (Techniker-/Meister-/ Ingenieur-Urkunde
    mit Abschluss in einer Fachrichtung mit elektro-technischem Bezug und BMA-Ausbildung)
  • Nachweis über regelmäßig geforderte Schulungen zum Stand der Technik von
    Brandmeldesystemen bzw. Sprachalarmanlagen z.B. in Form von Planungs- und Projektierungsschulungen
  • Liefer- und Schulungszusagen sowie Nachweise zu Systemkenntnissen zu den relevanten Brandmeldesystemen bzw. Sprachalarmanlagen müssen bei den Herstellern eingeholt werden,
  • Nachweis von Kenntnissen über das/die zu verwendende/n Brandmeldesystemen
    bzw. Sprachalarmanlagen (ab Abschnitt 6.2) sowie der Zugriff auf die technische Dokumentation
    (entfällt bei Fachfirmen, die nur Ausschreibungsunterlagen ohne Bezug auf ein bestimmtes System erstellen).

Prüfumfang beim Zertifizierungsaudit bei Planern (Planungsinhalte)

Die Kenntnisse des Planers werden unter anderem in folgenden Bereichen geprüft:

  • Normen, z.B.:
    – Produktnormenreihe DIN EN 54 (alle Teile) "Brandmeldeanlagen" und
    – "Sprachalarmierungsanlagen" der DIN VDE 0833 Teil 1 "Gefahrenmeldeanlagen für Brand,
      Einbruch und Überfall",
    – DIN VDE 0833 Teil 2 "Festlegungen für Brandmeldeanlagen (BMA)" und
    – DIN VDE 0833 Teil 4: "Festlegungen für Anlagen zur Sprachalarmierung im Brandfall"
    – DIN EN 501 36 „Alarmanlagen – Alarmübertragungsanlagen und Alarmeinrichtungen“
  • Elektrotechnische Kenntnisse in Bezug auf BMA bzw. SAA
    (z.B. Überspannungsschutzmaßnahmen und Energieversorgung)
  • Beispielprojektierung
  • Grundkenntnisse in der Ansteuerung anderer Systeme
    (zum Beispiel Ansteuerung von Feuerlöschanlagen über Schnittstellen)
  • Prüfung der Ausführungsqualität der Montage/Installation und der
    Inbetriebsetzung an einer aktivierten BMA bzw. SAA

Prüfumfang beim Zertifizierungsaudit bei Errichtern

Zum Zertifizierungsaudit werden weiterhin diverse Nachweise wie zur Firmierung (Handels-/ Gewerberegister) und
zur Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung abgefragt.

Bei Errichtern wird vor Ort zusätzlich geprüft:

  • Zugriffe auf alle relevanten Regelwerke in aktueller Fassung
  • Zugriff auf die technische Dokumentation der einzusetzenden Brandmeldesysteme Sprachalarmanlagen
  • Werkstattausrüstungen
  • Ersatzteillager
  • ständige Rufbereitschaft sowie
  • die Einhaltung von Reaktions- und Entstörungszeiten.

Übersicht:

14765-2014

Dokumentationserstellung:                          
Die Im Rahmen unserer Beratung erstellte Dokumentation auf Basis der vorangegegagenen Analyse ist
in unserem "Leistungsangebot" detailliert dargelegt.
Unter "Kontakt" erstellen wir Ihnen gerne  auf Ihre Belange abgestimmtes "Angebot".

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Kopfgrafik: Rainer Sturm / pixelio.de