VDA 6.1 – 6.2 – 6.4

INFO zum VDA 6.1 – Regelwerk

Grundlagendarstellung zur VDA 6:


 

Anforderungen der Automobilindustrie:
Die Zertifizierung nach einem Automobilstandard ist eine vertragliche Anforderung
an die Automobilzulieferer. Die Automobilhersteller verlangen unterschiedliche
Standards von ihren Lieferanten.

Es bietet sich daher an, die Voraussetzungen für die Zusammenarbeit
vorab mit dem Kunden zu klären.

Die Auswahl des für Ihr Unternehmen passenden Standards richtet sich zunächst
nach der Art des Produktes:

  • Produkte, die in das Fahrzeug eingebaut werden
  • Produktionsmittel und Anlagen
  • Erbringung von immateriellen Dienstleistungen für die Automobilindustrie.

Hersteller von Produkten, die in das Fahrzeug eingebaut werden
VDA 6.1
:

Die Hersteller von Produkten, die in das Fahrzeug
eingebaut werden, können unter folgenden heute
anerkannten Automotive- Normen wählen:

dem internationalen Standard ISO/TS 16949 und

des VDA 6.1

Auf Kundenwunsch kann man hierbei auch noch auf die „QS-9000- Referenzhandbücher“ im Rahmen der Qualitätsplanung zurückzugreifen. Weitere Einzelheiten dazu lesen Sie unter QS 9000.
 

Der VDA – Band 6.1 ist das deutsche Regelwerk für die Automobilindustrie und
richtet sich an die Zulieferer deutscher Automobilhersteller, basiert auf der
Gliederung der DIN EN ISO 9001 und teilt die Forderungen in zwei große Blöcke ein:

  • Unternehmensführung (U-Teil)
  • Produkt und Prozess (P-Teil)

Der VDA-Band 6.1 ist eine prozessorientierter Fragebogen zur Bewertung
des Managementsystems, jedes Element besteht aus mehreren Zusatzaspekten
bzw.  Fragen, die einzeln bewertet und zum Ergebnis des Elements, des Teils
(U-Teil und P-Teil) und schlussendlich dem Erfüllungsgrad des Managementsystems
zusammengefasst werden. Ein Zertifikat wird ausgestellt, wenn der Gesamterfüllungsgrad
über 90% liegt und keine Einzelfragen oder Elemente größere Mängel aufweisen.

Hersteller von Produktionsmitteln und Anlagen – VDA 6.4:

Für Hersteller von Produktionsmitteln und Anlagen ist VDA 6.4 die richtige Wahl.
Als einziges Regelwerk wendet es sich speziell an diejenigen Lieferanten der Automobilindustrie,
die keine Teile für das Fahrzeug herstellen sondern

  • Anlagen (z.B. der Galvanotechnik,
    der Metallimprägnierung),
     
  • Maschinen (z.B. CNC- Maschinen, Roboter für Schweiß-, Lackier- oder Montagearbeiten) oder
     
  • Werkzeuge (z.B. für Biege- oder Stanzbauteile, Spritzgussformen).

Der VDA 6.4:2005 eignet sich sowohl für Einzelfertiger (z.B. Lackieranlage, Werkzeugbau) als auch für Serienhersteller (z.B. Ersatzteile für Anlagen, Normteile, Katalogteile, Normalien für das Stanzen, Biegen usw.).
 

 

Hierbei ist zu beachten, dass die gleichzeitige bzw. vorangegangene Zertifizierung nach
DIN EN ISO 9001:2000 Voraussetzung für eine Zertifizierung im Automobilbereich ist.

Der VDA-Band 6.4 entspricht inhaltlich dem Aufbau der DIN EN ISO 9001  und der Zusatzanforderungen nach  
ISO/TS 16949. Dies erleichtert es Unternehmen, ihr Qualitätsmanagementsystem von der
DIN EN ISO 9001 kommend weiterzuentwickeln.

Dienstleister von Automobilherstellern – VDA 6.2:

Der VDA-Band  6.2 richtet sich an die Dienstleister deutscher Automobilhersteller.

Entwickelt vom Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA), wurde diese Norm analog
den besonderen Anforderungen der DIN EN ISO 9001 und Interpretationen aus der ISO/TS 16949
für Dienstleister erstellt und veröffentlicht.

Dies erleichtert es Unternehmen, ihr Qualitätsmanagementsystem von der
DIN EN ISO 9001 kommend weiterzuentwickeln. Die mitgeltenden Dokumente
richten sich nach den Kundenforderungen (z.B. wünschen Daimler und Siemens bzw. VDO
eine Zertifizierung der Dienstleistungsunternehmen nach VDA 6.2). Auskunft über gültige
Kundenanforderungen erteilt der zuständige Einkauf des Kunden.

Der VDA 6.2 ist  von der europäischen Automobilindustrie anerkannt..
Besondere Aspekte und Anforderungen gibt es bzgl folgender Prozesse:

  • Managementbewertung auf dem Grundsatz einer BS- Card,
     
  • Neudefinition Produkthaftung,
     
  • Erkennen von Produkt-/Dienstleistungsrisiken sowie
     
  • Marktforschung und Marketing.

Die Akkreditierungsvorgaben besagen, dass Zertifikate für VDA 6.2 und
DIN EN ISO 9001 getrennt voneinander ausgestellt werden müssen.

Der VDA- Band 6.2 stellt zurzeit weltweit den höchsten Standard zur
Bewertung von Dienstleistungsunternehmen in der Automobilindustrie dar.

Die ISO/TS 16949-Anforderungen wurden gekonnt in sinnvolle Dienstleistungsanforderungen interpretiert.

 
Dokumentationserstellung:                          

Die Im Rahmen unserer Beratung erstellte Dokumentation auf Basis der vorangegegagenen Analyse ist
in unserem "Leistungsangebot" detailliert dargelegt.
Unter "Kontakt" erstellen wir Ihnen gerne  auf Ihre Belange abgestimmtes "Angebot".
 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.